Haus kirchlicher Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

In Kooperation mit

Ev.-luth. Missionswerk Hermannsburg

Religionspädagogisches Institut Loccum

Arbeitsbereich Kindergottesdienst im Michaeliskloster Hildesheim

Multiplikator/innen-Fortbildungsmöglichkeiten

"Vorurteilsbewusstes Lernen"



Anti-Bias Fortbildung für Pädagog/innen werden nach Bedarf angeboten und aktuelle Termine hier veröffentlicht.

 

 

Im Blick auf weitere Details (Programnmablauf, Kosten etc) wenden Sie sich bitte an:


friedensarbeit(at)kirchliche-dienste(dot)de



Was heißt Anti-Bias?

Hintergrundinformation als pdf

Jeder Mensch hat Vorurteile, die seit frühester Kindheit erlernt werden. Dies geschieht in erster Linie über Bilder, die durch das eigene Umfeld vermittelt werden (Familie, Freunde, Institutionen usw.). Schon Albert Einstein wusste: „Es ist einfacher, ein Atom zu spalten als ein Vorurteil!“ Bei der Arbeit mit dem Anti-Bias Ansatz werden im Klima einer fehlerfreundlichen Kommunikation Formen von Diskriminierung aufgespürt, um gemeinsam mit den Beteiligten nicht-diskriminierende Verhaltensweisen zu entwickeln und zu lernen, diese im Alltag umzusetzen.

Diskriminierung ver-lernen heißt, wertende Haltungen und die Vielschichtigkeit von Diskriminierung zu erkennen sowie eigene Vorurteile und gewohnte Verhaltensweisen in Frage zu stellen: Wie wirken Unterdrückung und Ausgrenzung? Was sind eigene Privilegien? Wann bin ich und wo fühle ich mich diskriminiert? Wann diskriminiere ich, wen grenze ich aus?

Daher geht es beim Anti-Bias-Training nicht allein um ein bestimmtes Diskriminierungsmerkmal etwa nach Maßgabe einer Unterteilung der Menschheit in Herkunft, Sprache oder Religion. Vielmehr können alle Erfahrungen mit Diskriminierung thematisiert werden, die in der jeweiligen TeilnehmerInnengruppe vorhanden sind, also u.a. die Unterscheidung nach Geschlecht/Gender, Behinderung, Staatsangehörigkeit, nach Muttersprache, ethnischer oder religiöser Herkunft sowie nach Hautfarbe. Dabei sollten sich die Einzelnen jeweils sowohl in ihrer privilegierten als auch in ihrer diskriminierten Stellung reflektieren. Die unterschiedlichen Betroffenheiten von Diskriminierung werden aber nicht einfach gleichgesetzt, sondern auch in ihrer jeweiligen Besonderheit, d.h. Geschichte, Verbreitung in der Gesellschaft, Formen, Intensität, Reichweite, Wirkung der Diskriminierung, bewusst gemacht.

Die Tagung richtet sich besonders an Pädagog/innen und  Multiplikator/innen in der Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen in Schulen und kirchlichen Einrichtungen